Doktor Rousselots Leprahilfe
Dr. Remy Rousselot, gebürtiger Franzose und ausgebildeter Leprachirurg arbeitet am Leprakrankenhaus „Ghandiji Seva Niketan“ (Ghandis ausgestreckte Hand) im ostindischen Bhubaneswar. In seiner über 30-jährigen Karriere hat er schon mehr als 10.000 Operationen an Leprakranken durchgeführt und sie dadurch ein wenig rehabilitiert, denn Lepra ist in Indien noch immer mit einem Stigma besetzt, das nur langsam aus den Köpfen der Menschen verschwindet.
Das Leprakrankenhaus „Ghandiji Seva Niketan“ ist ein Zeichen der Hoffnung in Orissa, einem der ärmsten Bundesstaaten Indiens. Armut, mangelnde Bildung und althergebrachtes religiöses Denken verhindern oft den rechtzeitigen Arztbesuch, um die Lepra im Frühstadium behandeln und heilen zu können. Wenn schon Nervenzellen abgestorben sind, Gefühllosigkeit in Armen und Beinen auftritt, kommt es leicht zu Verletzungen, die die Patienten gar nicht spüren. Schmutz dringt in die Wunden ein, Infekte werden übersehen. Ohne Operationen sind viele dieser Wunden nicht mehr zu heilen und bedrohen das Leben der Patienten.
Dr. Remy Rousselot und seine Mitarbeiter, die alle von der Lepra geheilt wurden, schenken den Patienten eine Achtung und Zuwendung, die sie im Alltag als "Unberührbare" nie erfahren. Als Bettler fristen sie ihr Dasein, Arbeit gibt ihnen aus Angst vor Ansteckung niemand. Im Leprakrankenhaus ist alles anders für sie. Sie haben ein Bett, bekommen gutes vitaminreiches Essen, werden medizinisch hervorragend versorgt. Sie sind wieder Menschen, die eine Würde haben.
Das Leprakrankenhaus mit seinen 50 Betten ist auf Spenden angewiesen. Die Behandlung eines Patienten kostet 3,70 Euro am Tag, mit 50 Euro ist das Monatsgehalt eines Mitarbeiters gesponsert.
Hier finden Sie weitere Informationen: www.leprahilfe-schiefbahn.de
Dr. Remy Rousselot
Ghandhiji Seva Niketan
c/o Pfr. Hans Köpke
Alte Landstr. 34
40489 Düsseldorf
T: 0211-73197270