Infobrief September 2011

Vor etwa fünf Jahren kam ich mit ihm in Kontakt: Abba Tesfaye Petros. Er war frisch eingesetzter Pfarrer in einer Region, in die normalerweise niemand freiwillig geht. Moskitos, Malaria, feuchtheißes Klima bis 48 Grad, dazu ein Entwicklungsstand der zuweilen bis heute „Sklaven“ titulierten schwarzen Bevölkerung, der dem Wort „Entwicklung“ spottet. Kein Wunder, dass das ganze Apostolische Vikariat gerade einmal sieben Priester zählt. Und doch: dem 33-Jährigen ist da nichts zu viel, für keine Aufgabe ist er sich zu schade. Statt Priesterkleidung trägt er Gummistiefel, statt Priesterkragen reicht ein abgetragenes T-Shirt, statt guter Straßen muss er oft überflutete Flussauen überwinden, so dass er zuweilen bis zum Hals im Wasser „hindurch“ muss. 

 

 

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